Wenn das eigene Badezimmer über Jahre selbstverständlich funktioniert hat, fällt oft erst spät auf, wie schnell es im Alltag zur Hürde werden kann. Ein hoher Wanneneinstieg, nasse Fliesen oder fehlende Haltemöglichkeiten wirken lange wie Kleinigkeiten – bis ein Unfall oder eine Erkrankung alles verändert. Dann geht es nicht mehr nur um Komfort, sondern um die Frage, ob Menschen ihr Zuhause überhaupt noch selbstständig nutzen können.

Ein wunderschönes neues Bad für unsere Kundin Karin Knebel.
Ein wunderschönes neues Bad für unsere Kundin Karin Knebel.

 

Genau diesen Punkt greift „Guter Rat“ in seiner Ausgabe 6/2026 im Beitrag „Besser früher als später umbauen“ auf. Als Gründer von Seniovo hat mich besonders gefreut, dass der Artikel nicht abstrakt über barrierearmes Wohnen spricht, sondern am Beispiel unserer Kundin Karin Knebel (im Bild) zeigt, was ein Badumbau im Alltag wirklich verändern kann. Ich durfte den Beitrag als Experte begleiten und meine Erfahrung aus einer Vielzahl von Seniovo-Projekten einbringen, unter anderem zu Zuschüssen der Pflegekasse, zur Situation von Mieterinnen und Mietern und zur Frage, warum man einen Umbau nicht erst planen sollte, wenn bereits etwas passiert ist.

Schon ein kleiner Höhenunterschied im Bad kann im Alltag eine große Hürde sein. Für Frau Knebel bedeutet der Umbau von Seniovo heute wieder mehr Sicherheit und Selbstständigkeit.

 

Warum ein Badumbau besser früher als später geplant werden sollte

Was mich an dem Beispiel von Karin Knebel besonders berührt: Sie liebte ihre Badewanne früher. Nach einem Krankenhausaufenthalt wurde genau diese Badewanne aber zu einem Problem. Der Einstieg war zu hoch, das Duschen wurde unsicher, und sie brauchte die Hilfe ihres Mannes. Solche Situationen entstehen oft nicht langsam und planbar, sondern plötzlich.

Aus meiner Sicht wird das Thema Badumbau deshalb häufig zu spät angegangen. Viele Menschen warten, bis der Alltag bereits spürbar schwieriger geworden ist. Das kann ich sehr gut verstehen. Niemand möchte sich früher als nötig mit dem Älterwerden und den damit verbundenen Einschränkungen beschäftigen. Gleichzeitig weiß ich aus unserer Arbeit: Gerade im Bad können kleine Hürden große Folgen haben.

Ein hoher Einstieg, nasse Flächen oder fehlende Haltemöglichkeiten sind keine Nebensächlichkeiten. Sie entscheiden im Alltag darüber, ob jemand sich sicher fühlt. Deshalb finde ich die Botschaft aus dem Beitrag so wichtig: Besser früher als später umbauen.

Welche Zuschüsse für den Badumbau möglich sind

Der Beitrag “Besser früher als später umbauen” in der Zeitschrift “Guter Rat”, Ausgabe 06/2026, auf Seite 42.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt, der im Beitrag aufgegriffen wurde, sind die Zuschüsse der Pflegekasse. Viele Menschen wissen gar nicht, dass schon ab Pflegegrad 1 ein Zuschuss für sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen möglich ist. Dazu kann auch der Umbau von einer Badewanne zu einer leichter zugänglichen Dusche gehören.

Der Zuschuss kann bis zu 4.180 Euro pro anspruchsberechtigter Person betragen. Was viele ebenfalls nicht wissen: Wenn zwei Personen mit Pflegegrad in einem Haushalt leben und dasselbe Badezimmer nutzen, können unter bestimmten Voraussetzungen auch zwei Anträge sinnvoll sein. Bei Ehepartnern kann dadurch ein Gesamtbetrag von bis zu 8.360 Euro entstehen.

Mir ist sehr wichtig, dass Menschen diese Möglichkeiten kennen. Denn in der Praxis erleben wir oft, dass der Bedarf zwar da ist, aber die Unsicherheit groß bleibt. Welche Unterlagen brauche ich? Wann stelle ich den Antrag? Was passiert, wenn die Pflegekasse Rückfragen hat? Genau an dieser Stelle möchten wir bei Seniovo entlasten. Wir übernehmen auf Wunsch nicht nur den Umbau, sondern unterstützen auch bei der Beantragung des Zuschusses.

Seniovo übernimmt die Kommunikation mit Behörden und Ihrem Vermieter.

Sie müssen sich um nichts kümmern.

Badewanne und enge Dusche vor dem Badumbau
Vor dem Umbau war der Einstieg in die Badewanne und Dusche für Frau Knebel eine tägliche Hürde: hoch, mühsam und nur mit viel Vorsicht zu meistern.
Frau Knebel nach dem Umbau beim Einstieg in die neue Dusche
Heute reicht wieder ein normaler Schritt. Die neue Dusche gibt Frau Knebel mehr Sicherheit und ein Stück Selbstständigkeit zurück.
Bad vor dem Umbau mit Badewanne und enger Dusche
Vor dem Umbau nahmen Badewanne und enge Dusche viel Raum ein. Dadurch wirkte das Badezimmer kleinteilig und bot Frau Knebel nur wenig Bewegungsfläche.
Geräumige neue Dusche mit zusätzlichem Platz im Badezimmer
Wo vorher Badewanne und enge Dusche waren, hat Frau Knebel heute eine geräumige Dusche und zusätzlichen Platz im Badezimmer.
Frau Knebel am alten Waschbecken vor dem Badumbau
Vorher war für Frau Knebel wenig Platz am Waschbecken.
Neues Waschbecken mit großer Ablagefläche nach dem Badumbau
Nach dem Umbau bietet das neue Waschbecken eine größere Ablagefläche und dadurch wesentlich mehr Komfort.
Neues Wand-WC nach dem Badumbau
Auch das neue Wand-WC fügt sich modern in das Bad ein.
Neuer Haltegriff in der Dusche
Der Haltegriff ist ein unauffälliges, aber wichtiges Detail: Er gibt Halt genau dort, wo Frau Knebel ihn im Alltag braucht.
Neue Dusche mit Regendusche nach dem Badumbau
Mit der neuen Dusche ist nicht nur mehr Sicherheit eingezogen, sondern auch mehr Komfort — bis hin zur modernen Regendusche (oben im Bild).
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Was Mieterinnen und Mieter beachten sollten

Auch das Thema Mietwohnung wird im Beitrag aufgegriffen – und das zu Recht. Denn viele Menschen glauben zunächst, dass ein Badumbau nur im Eigenheim möglich ist. Das stimmt so nicht. Auch Mieterinnen und Mieter können einen altersgerechten Badumbau planen, sollten aber vorab unbedingt die schriftliche Zustimmung des Vermieters einholen.

Ich erlebe häufig, dass genau dieser Schritt Menschen verunsichert. Darf ich das Badezimmer überhaupt verändern? Muss ich später alles zurückbauen? Entstehen zusätzliche Kosten? Diese Fragen sind berechtigt. Gleichzeitig sollte die Sorge vor der Abstimmung mit dem Vermieter nicht dazu führen, dass notwendige Maßnahmen gar nicht erst geprüft werden.

Grundsätzlich muss ein Vermieter einer wohnumfeldverbessernden Maßnahme zustimmen, sofern kein berechtigter Grund dagegenspricht. In manchen Fällen wird über eine Kaution für einen möglichen Rückbau gesprochen. In der Praxis wird darauf aber häufig verzichtet, weil Badezimmer bei einem Mieterwechsel ohnehin saniert oder modernisiert werden.

Mein Rat ist deshalb: Nicht allein vor diesen Fragen stehen bleiben. Frühzeitig klären, sauber vorbereiten und Unterstützung holen, wenn die Abstimmung kompliziert wirkt. Ein sicher nutzbares Bad sollte nicht daran scheitern, dass der nächste organisatorische Schritt unklar ist.

Was ein barrierearmer Badumbau im Alltag verändert

Der vielleicht wichtigste Punkt im Beitrag ist für mich das Ergebnis: Frau Knebel kann nach dem Umbau wieder mit einem normalen Schritt in die Dusche steigen. Ein Haltegriff gibt ihr zusätzliche Sicherheit. Das klingt erstmal nach einer simplen, baulichen Anpassung. Für ihren Alltag bedeutet es aber so viel mehr.

Ein barrierearmer Badumbau verändert nicht nur einen Raum. Er kann verändern, wie sicher sich ein Mensch zu Hause fühlt. Ob jemand wieder allein duschen kann. Ob Angehörige weniger helfen müssen. Ob aus Unsicherheit wieder Vertrauen wird.

Genau deshalb spreche ich lieber von Selbstständigkeit als nur von Barrierefreiheit. Eine flache Dusche, ein sicherer Halt, rutschhemmende Flächen oder ein Duschsitz sind nicht einfach Produkte. Sie sind Hilfen für ganz alltägliche Momente.

Wenn der Beitrag in „Guter Rat“ eines deutlich macht, dann das: Ein Badumbau ist kein Thema, das man aufschieben sollte, bis es nicht mehr anders geht. Wer frühzeitig handelt, schafft Sicherheit, entlastet Angehörige und gewinnt oft ein Stück Freiheit im eigenen Zuhause zurück.

Viel Spaß mit Ihrer neuen, barrierearmen Dusche, Frau Knebel!